Aufbau neuer Schiffswerft

Technologische Ausrüstung der Schiffswerft in Komarno entsprach immer weniger den zunehmenden Anforderungen der Schifffahrtgesellschaften in der Tschechoslowakei und im Ausland, vor allem der Sowjetischen Union. Die Entwicklung des Schiffbaus, Wachstum der Fluss- und Seeschifffahrt verlangten Innovationen nach den neusten Trends der Schiffindustrie. Škoda-Unternehmen verpflichtete sich deshalb auf Grund von einem Mietvertrag, eine moderne Schiffswerft mit der Baukapazität von 50 – 60 Schiffen jährlich. Am 23. April 1947 wurde feierlich der Grundstein für neue Schiffswerft gelegt.

Bau des Schiffsaufzugs

Unter anderem wurde auch ein Schiffsaufzug mit Schiebebühne für die Manipulation und das Abseilen der Schiffe gebaut. Die Schiffswerft wurde auch um eine Vorbereitungsanlage und äußere Kranfahrbahn erweitert, wie auch um weitere Anlagen, die zum Schiffbau und Schiffreparatur benötigt werden. Dank diesen Innovationen wurde die Schiffswerft mit einer Fläche von 37 ha zu dem größten und modernsten Unternehmen für Serienproduktion von Frachtschiffe und Personenschiffe in Mitteleuropa. Auch die Anzahl der Mitarbeiter verschiedener Reederprofessionen wuchs. Während am Ende des Jahres 1945 arbeiteten in der alten Schiffswerft ca. 300 Mitarbeiter, ein Jahr später waren es schon 400 und in 1952 hat sich die Anzahl auf 2391 erhöht. Prioritätsaufgabe der Schiffswerft war die Einschulung neuer Mitarbeiter nach geprüften Methoden des Škoda-Unternehmens. In gegründeten Betriebsschule gab es verschiedene Schulungen, wobei zu den erfolgreichsten gehörten Grundschweißkurse mit dem Lichtbogen. Fachvorbereitung der Lehrlingen für den Bedarf der Schiffswerft in Komarno fang schon im Dezember 1945 an.

Gestaltung

Die Führung der Schiffswerften entschied in 1958 eine eigene Organisationseinheit für die Schiffskonstruktion und –Projektierung zu gründen. Dank systematischer Vorbereitung wurden qualifizierte Arbeitskräfte zu einer der größten Devisen der Schiffswerft in Komarno in der ganzen Welt – und so ist es bis heute. Durch die Ausgliederung der Schiffswerft aus dem Škoda-Unternehmen wurde am 1. Januar 1950 ein selbständiges Unternehmen Slovenské lodenice Komárno gegründet. In den neueröffneten Produktionshallen haben in 1950 Schiffbau und Schiffreparaturen angefangen. Es ging vor allem um Frachtschiffe für die Sowjetische Union, aber auch für andere Länder des sozialistischen Blocks und für die Firma Československá plavba dunajská. In diesem Zeitraum wurden serienmäßig Schiffe des Typs Flussschlepper RR 800, diesel-elektrisches Personenschiff OL800 gebaut. Seit 1952 erfolgte auch der Bau von Personenschiffe – nach den Sektionen: das Prinzip lag darin, dass das Schiff in Flächensektion, Halbvolumen- und Volumensektion aufgeteilt wurde.

Schiff MOL 1575 nach dem Fertigbau

In 1958 machten in der Schiffswerft in Komarno an die Donau ein Prototyp des Motor-Personenschiffs MOL 1575 flott, bis dahin das modernste und größte Schiff, das in dieser Schiffsgesellschaft je hergestellt wurde. In demselben Jahr haben sie auch ein weiteres Prototyps eines Wasserfahrzeuges abgegeben – Typ Eimerbagger KDB 100 für die Förderung des Schotters und Sands und für die Regulierung der Wasserstrecken. In Slovenské lodenice in Komárno war das ein bedeutsamer Meilenstein in dem Schiffsbau: die Herstellung von technischer Wasserfahrzeuge hat angefangen. Das dritte erfolgreiche Prototyp dieses Zeitraums stellte das Schiff des Typs Flussschlepper RR 1100 dar.

Bau des Schiffs RR 800 in der neuen Schiffswerft fang am 1. Juli 1950 an

Das Jahr 1959 brachte weitere Entwicklung: die Schiffswerft startete auch Herstellung von anderen Produkten – sie hat Behälter und Rahmen unter Dieselmotor hergestellt. Anfangs 60. Jahre des letzten Jahrhunderts kamen zu diesen auch Stahlkonstruktionen für die Kraftwerke Tušimice a Nováky, Rohrbrücken für Východoslovenské železiarne Košice, aber auch andere Produkte oder Einrichtungen, die nicht mit dem Schiffbau und Schiffreparatur zusammenhängen. Das beweist die fachliche Vielseitigkeit der Reeder in Komarno, dank der ist die Schiffswerft auch heute in der Lage – zusammen mit ihren Tochtergesellschaften und Partnerfirmen – das ganze Komplex von Anforderungen zu erfüllen, die mit dem Schiffbau und Schiffreparatur nur marginal zusammenhängen.

Bis 1968 baute die Schiffswerft 102 Stücke von MNL 2000

Im 1960 hat der Bau des Prototyps eines Motor-Frachtschiff MNL 2000 angefangen, das ein gewinnreiches Produkt der 60. Jahren war. Dieses Frachtschiff, bestimmt für Transport von Bulkladungen und Grobgut, konnte an allen Binnenwasserstrecken verkehren. Nach den Anforderungen des sowjetischen Kunden wurde aus diesem Schiff noch ein anderes Typ geschaffen – Motorkühlschiff MCHL 600/900. In jedem aus den vier Laderäume könnte andere Temperatur gehalten werden. Es hat Fracht transportiert, dass der Tragfähigkeit von 270 Bahnwaggon entsprach. Aus der Schiffswerft ist in 1964 auch damals der größte Baggerset, zusammengesetzt aus Schiffen und anderen Wasserfahrzeugen an der Donau.